Zum Tod von Christian Geissler

Christian Geissler

 

Christian Geissler während einer Lesung über Jugenderinnerungen im Dezember 2005

"Lasst Euch nicht locken. Wir sind verkauft an Verrückte. Es geht auf Transport, Ihr Lieben. Lasst euch nicht locken".

Das Begräbnis von Christian Geissler mit einer anschließenden Teezeremonie fand in Anwesenheit von ca. 200 Trauergästen am Mittwoch, 03.09.2008 auf dem Friedhof in Ditzumerverlaat statt.


NOVOSTI, Nr. 451-2, S.10-13

Geschrieben am 8. 08. 2008

NOVOSTI, Nr. 451-2, S.10-13
und: http://www.up-underground.com/

Gespräche

Titel: Karl-Heinz Dellwo, ehmaliges RAF Mitglied

Interviewer: Srecko Pulig
Bedarf nach Revolutionierung der linken Meinung

Srecko Pulig: In der letzten Pressemitteilung über RAF-Auflösung, der vom März 1998, wurde gesagt, dass dies ein revolutionärer Versuch der Minderheit gegen regierende Gesellschaftstendenzen war, ein Versuch, einen Beitrag zum Sturz des Kapitalismus zu leisten. Dieser Versuch war misslungen, aber dies sagt nichts über die Berechtigung der Revolte. Sind Sie heute mit diesen Beschlüssen einverstanden?

Karl-Heinz Dellwo: Mit dem Beschluß, dass Projekt RAF zu beenden war ich vollständig einverstanden. Ich gehörte zu denen, die das seit Jahren verlangt hatten. Das Projekt hatte sich in doppelter Hinsicht widerlegt: Zum einen gelang es ihm nicht, eine radikale Bewegung zu initiieren. Zum anderen gelang es nicht, die innere Struktur von den Erfordernissen des unmittelbaren Kampfes zu befreien und radikaldemokratische Strukturen aufzubauen. Es gab Ende der 60er Jahre in den Metropolen ein von Befreiungshoffnungen inspiriertes Aufbruchklima. Der Versuch zur Revolution musste damals gemacht werden. Diesen Versuch nicht zu machen, wäre der größte Fehler gewesen. 

Maritimer Protest gegen das Tamm-Museum in Hamburg

Geschrieben am 22. 07. 2008

Die Hamburger Bürgerschaft hat dem ehemaligen Springervorstandschef Peter Tamm den Kai-Speicher B mit seinen 10 Stockwerken für 99 Jahre mietfrei in der Hamburger Hafencity überlassen. Weiter bekam Tamm 30 Millionen EUR von der Hansestadt, um den Kai-Speicher B als Museum umzubauen. In diesem Museum wird das Sammelsurium von Exponaten ausgestellt, welches der Stifter in über 70 Jahren seines Lebens angesammelt hat. Bisher wurde dieses Sammelsurium in der Villa des Stifters an der Elbchaussee aufbewahrt. Damit war diese für eine private Nutzung blockiert. Passend zum Transport der Sammlung in den Kai-Speicher B hat der Stifter seine Villa zu Geld gemacht und sie verkauft. Man könnte sich boshaft fragen, ob dieses ganze Museum nicht einfach den Zweck hatte, dem Stifter zu ermöglichen, seine Villa zu Geld zu machen. Denn vollgestellt war das Ding unverkaufbar.