Karl-Heinz Dellwo

Une Jeunesse Allemande - Eine Deutsche Jugend

Geschrieben am 8. 06. 2015

Filmpräsentation mit Diskussion, Frankfurt, 16. Juni 2015, 19:30 Uhr

Diskussion:
Jean-Gabriel Pèriot (Regisseur des Films)

Karl-Heinz Dellwo (Laika-Verlag)
Gerd Becker (Veranstalter)

Zeit und Ort:
16. Juni 2015, ab 19:30 Uhr
naxos.Kino e,V.

Naxos-Halle
Wittelsbacher Allee 29
Eingang Waldschmidtstraße 19
60316 Frankfurt/Main

Une Jeunesse Allemande | Dokumentarfilm | 93 Minuten / Regie: Jean-Gabriel Périot | F 2015

Der Kampf geht weiter

Geschrieben am 26. 05. 2010

https://www.youtube.com/watch?v=kj_BnnvFqIM
3sat. 17.05.2010, Kulturzeit
Redaktion: Jochen Werner

Der Kampf geht weiter
Der Ex-Terrorist Karl-Heinz Dellwo

Karl-Heinz Dellwo war als Mitglied der Roten Armee Fraktion 1975 an der Botschafts-Besetzung in Stockholm beteiligt, bei der die RAF zwei Gefangene erschoss. Dafür saß er 20 Jahre im Gefängnis. Jetzt gibt er eine "Bibliothek des Widerstands" heraus, eine Serie von Dokumentarfilmen über weltweite Protestbewegungen seit den 1960er Jahren, die er in einem Begleitbuch im Politjargon der radikalen Linken kommentiert.

In der Nacht zum 24. April 1975 steht die Deutsche Botschaft in Stockholm in Flammen. Schreie gellen durch die Nacht, Sirenen heulen. Die Lage ist unübersichtlich. Im Gebäude hat sich ein Kommando der Roten Armee Fraktion verschanzt. Die Terroristen erschießen Geiseln, um Andreas Baader, Ulrike Meinhoff und andere in Deutschland inhaftierte RAF-Mitglieder freizupressen. Die Lage eskaliert, als versehentlich ein Sprengsatz hoch geht. Schließlich stürmt die schwedische Polizei die Botschaft - das Ende einer Terroraktion.

Rechtspositie, Nederland, Interview

Geschrieben am 15. 07. 2009

INTERVIEW KARL-HEINZ DELLWO
Rechtspositie(Download)

RP: Ist die Welt im Vergleich zu den 60er und 70er Jahren anders geworden?

Sie ist zum einen völlig anders und zum anderen gleich geblieben. Man muß nur an den Bereich der Produktivkraftentwicklung denken, an den der gesellschaftlicher Beschleunigung, an die Globalisierung und vieles mehr. Auch bei uns hat sich vieles geändert. Damals dachten wir - im Kontext mit der gesamten internationalen Linken -, wir haben eine ausreichende Gegenvorstellung zu den bestehenden Verhältnissen und sind in der Lage, eine bessere Gesellschaft zu organisieren. Später hat sich gezeigt, daß wir zwar ein konkretes gegenkulturelles Bewußtsein herausgebildet hatten, in der Frage der konkreten Gegengesellschaftsbestimmung aber über das Allgemeine nicht hinausgekommen sind. Gleich geblieben sind - wenn natürlich auch modifiziert - die Ausbeutungsverhältnisse, die Hierarchie in der Zuteilung von Lebensverhältnissen. Aber auch das hat seine Selbstverständlichkeit verloren. Der Triumph des Kapitalismus nach dem Zusammenbruch des Realsozialismus, also dem Ende des ersten Versuchs in der Welt, eine sozialistische Gesellschaftsform zu etablieren, steht, wie die aktuelle Krise zeigt, inzwischen auch auf tönernen Füßen. Vielleicht ist das die Zeit, wo endlich etwas Neues entstehen kann.