Vorschau 7. u. 8. Dezember 2009 Bischof von China

Geschrieben am 25. 09. 2009

Vers- und Kaderschmiede 7. und 8. Dezember

DER BISCHOF VON CHINA
(Peter Hacks)


mit: REINHARD VON HACHT, JACQUES PALMINGER, HARRY ROWOHLT, ROBERT STADLOBER, MARCO TSCHIRPKE

Zwei seltsame Gestalten tauchen im Jahre 1705 am Hofe des Kaisers von China auf: Einer behauptet, Patriarch von Antiochien zu sein, dessen Begeleiter nennt sich Bischof von China.
Noch komischer als die anmaßenden Titel, die die Herren führen, ist ihre Botschaft:
Es werde von einem gewissen „heiligen Vater“, den seine Delegierten auch manchmal „Papst“ nennen, gegen den chinesischen Kaiser ein Prozeß veranstaltet. Seit sechzig Jahren sei eine gewisse „Inquisition“ damit befaßt, die Vergehen des Herrschers zu erforschen und eine angemessene Strafe auszusprechen.

Der Kaiser, etwas überarbeitet nach langer Audienz, schwankt, ob er die „Schmeißfliegen“ einfach rauswerfen soll, ob er sie zum „Schnitzeln“ abführen lassen soll (die Methode gilt als schmerzhafter  als der Brauch des christlichen Scheiterhaufens) – oder ob er ihnen erklären soll, dass er keinen Prozeß verlieren kann, weil es unmöglich ist, gegen ihn, den Göttlichen, einen anzustrengen.

Ein Fest für Rudolf Lorenzen 16. Nov. 09

Geschrieben am 25. 09. 2009

Vers- und Kaderschmiede 16. November

Ein Fest für RUDOLF LORENZEN
mit: ANTJE BASEDOW, VERENA REICHHARDT
STEPHAN SCHAD, MICHAEL WEBER
und RUDOLF LORENZEN

Witzig sein, die Komik einer Situation voll auskosten – aber dabei niemals verharmlosen: Das ist die große Kunst von Rudolf Lorenzen, Jahrgang 1922.

Das hat ihm keine hohen Auflagen, keine 'Quote' eingebracht, wohl aber die Anerkennung eines überschaubaren Kreises von Kennern.

Sebastian Haffner schrieb vor über 40 Jahren: „Ich bin gar nicht sicher, ob 'Alles andere als ein Held' nicht der beste Roman irgendeines heute lebenden, deutsch schreibenden Autors ist.“

Er sei „ein Erzähler von europäischen Rang“ (FAZ); es sei an der Zeit, „ihn als großen zeitgenössischen Autor zu rühmen“ (Florian Felix Weyh); ihm gebühre ein „ganz wichtiger Platz in der Nachkriegsliteratur“ (Enno Stahl).

Ein Denkmal für NS-Opfer in Mittenwald

Geschrieben am 5. 08. 2009

"Wir fordern, das Denkmal unverändert wieder aufzustellen!" Offener Brief an den Bürgermeister Mittenwalds
Ein Denkmal für NS-Opfer in Mittenwald
Entschädigung aller NS-Opfer! Keine Straffreiheit für Kriegsverbrechen!


http://www.keine-ruhe.org/

Offener Brief an die Gemeinde Mittenwald

Mit tiefem Unverständnis haben wir erfahren, dass die Marktgemeinde Mittenwald das zu Pfingsten auf dem Bahnhofsvorplatz errichtete Denkmal entfernt hat, mit dem an die Opfer der Massaker der in Mittenwald ansässigen Gebirgsjägertruppen und ihrer Mittäterschaft bei Deportationen von Jüdinnen und Juden erinnert wurde. Die Entfernung des Mahnmals ist ein Affront gegenüber den Überlebenden und den Opfern von NS-Verbrechen, vor allem gegenüber der Gemeinde Cortona, die für das Denkmal Steine aus den Ruinen des italienischen Dorfes Falzano di Cortona gestiftet hat.