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Arisierung, die GEW, das Geld und die Moral

Polittbüro, 31.01.2010, Beginn: 20:00

 

Deutschland 1935: Vor ihrer Flucht verkaufen jüdische Besitzer ihr Haus, Rothenbaumchaussee 19, an die "Abteilung Wirtschaft und Recht" des Nationalsozialistischen Lehrerbundes, zu einem ungewöhnlich niedrigen Preis. Nach dem Krieg behauptet die GEW, der Kauf sei korrekt abgelaufen.

Zeugen: Die NS-Funktionäre.

Bis heute besteht die GEW, trotz kontroverser Debatte, darauf, es handle sich nicht um Arisierung. Auf die Einnahmen aus dem Haus könne nicht verzichtet werden.

Bernhard Nette und Stefan Romey berichten in ihrem Buch Die Lehrergewerkschaft und ihr "Arisierungserbe" aus dem Inneren der Hamburger GEW. Sie dokumentieren aber auch die Geschichte der mit dem Haus Ro 19 verbundenen jüdischen Familien Meyerhof und Hallgarten.

...unter Teilnahme des Chores Hamburger Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter unter der Leitung von Niels Frédéric Hoffmann.

Unterstützer: Auschwitz-Komitee in der BRD e.V., Fachgruppe Sonderpädagogik der GEW Hamburg, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - BdA Hamburg, Vers- und Kaderschmiede.