Die Radikalität der Liebe, Hebbel am Ufer Berlin, HAU, 13. April 2016

Geschrieben am 4. 04. 2016

Über Liebe und Revolution und die Notwendigkeit, sich zu verlieben.


Srecko Horvat im Gespräch mit Gabriele Rollnik und Karl-Heinz Dellwo.


Mittwoch, 13. April 2016, 19 Uhr
HAU 1, Stresemannstr. 29
Moderation Pascal Jurt.

 

Rund vierzig Jahre nach dem Erscheinen der "Fragmente einer Sprache der Liebe" von Roland Barthes ist der Diskurs der Liebenden immer noch von größter Einsamkeit gekennzeichnet. In seinen neuen Buch "Radikalität der Liebe" stellt der kroatische Philosoph Srećko Horvat die Frage, was herauskommen würde, wenn wir – ähnlich wie Pier Paolo Pasolini 1963 in seiner Reportage „Comizi d’amore“ – ein Mikrofon zur Hand nähmen und die revolutionäre Geschichte durchquerten, um den wichtigsten Protagonist*innen – von Lenin bis Che Guevara, von Alexandra Kollontai bis Ulrike Meinhof – naive Fragen zur Liebe, zum Sex und zur Revolution stellten.

Anlässlich des Erscheinens des Buchs im April diskutiert Srećko Horvat nun im Rahmen des Schwerpunkts "Privacy" mit Gabriele Rollnik und Karl-Heinz Dellwo über die libidinöse Ökonomie, die Warenwerdung im Spätkapitalismus und das Radikale an der scheinbar konservativen Vorstellung von Liebe. Das Paar Dellwo und Rollnik lernte sich Mitte der 1990er Jahre kennen und verliebte sich. Er ist Mitbegründer des LAIKA-Verlags und ehemaliges Mitglied der RAF. Sie gehörte zur Bewegung 2. Juni, heute ist sie als Diplom-Soziologin im Bereich der Familienberatung tätig.

 

http://www.hebbel-am-ufer.de/programm/spielplan/2016-04/ueber-liebe-und-revolution/2426/

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