Nahe Jedenew von Kevin Vennemann

Geschrieben am 25. 05. 2010

Montag, 31.05.2010: Vers- und Kaderschmiede und AK Bücherverennung:  Nie wieder!


NAHE JEDENEW von Kevin Vennemann.

mit: PHELINE ROGGAN, YURI BECKERS, OLIVER TÖRNER, ROBERT STADLOBER, RAINER SCHMTT, WOLFGANG HARTMANN, STEPHAN SCHAD...

Frühsommer 1941, ein Dorf in Polen: Zwei Mädchen, Schwestern, haben sich in ein Baumhaus geflüchtet. Sie müssen beobachten, was sie nie für möglich gehalten hätten. Deutsche Soldaten und polnische Bauern zerstören ihren Weiler. Das noch kürzlich so stabil erscheinende, friedliche Zusammenleben einer assimilierten jüdischen Familie mit ihren katholischen Nachbarn ist zerstört.

Ein Gerücht hat genügt, um aus Leuten, mit denen man kürzlich noch gemeinsam feierte, antisemitische Mörder zu machen. Erinnerungsfetzen an Kindersommer und Idylle kontrastieren gerade erlebte Schrecken: "Abends zählen wir die Mückenstiche auf unseren Beinen und flechten uns gegenseitig Zöpfe. Nachts hocken wir in die Speisekammer gedrängt, hören die Jedenewer Bauern singen, als stünden sie unmittelbar neben uns, wir atmen nicht."

Stimmen: - "Dies ist der mit Abstand beste literarische Text, der in den letzten Jahren von einem unter Dreißigjähirgen erschienen ist - ein außerordentliches Kunststück!" (Deutschlandradio Kultur). - "Solche Schwerelosigkeit bei einer solchen Bürde!" (Neue Zürcher Zeitung).
Unterstützt von: Auschwitz-Komitee, Rote Flora, Salomo-Birnbaum-Gesellschaft, VVN- Bund der Antifaschisten.

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