"Erinnerungen eines Antifaschisten"

Geschrieben am 17. 05. 2004

Fritz Bringmann – Erinnerungen eines Antifaschisten 1924 – 2004
Buchpräsentation mit Autor, Film und Gästen
 17. Mai 2004

Geboren 1918 als sechster von acht Söhnen einer Arbeiterfamilie, erlebte er die Zerstörung der Weimarer Republik. Bereits als Jugendlicher schloss er sich dem Widerstand gegen den Nazi – Faschismus an, wurde mit nur 17 Jahren verhaftet und ins KZ verschleppt. Als Häftlingssanitäter weigert er sich, sowjetische Kriegsgefangene per Injektion zu töten. Im September 1942 gehört er zu den Augenzeugen, die miterleben mussten, wie die SS sowjetische Kriegsgefangene im ‚Bunker’, dem Lagergefängnis von Neuengamme, vergaste.
Befreit wurde er von den Alliierten nach zehnjähriger Gefangenschaft – im Alter von 27 Jahren. Kurz darauf steht er erneut vor Gericht – diesmal vor einem Alliiertengericht – wegen illegaler politischer Aktivität. Sein Vergehen: er hatte Flugblätter geklebt mit dem Text „Hitler ging. Die Nazis blieben in Ämtern, Behörden und Betrieben“.
In Lübeck gründete er die FDJ, engagierte sich in der VVN. Parallel nahmen die Schikanen in den Zeiten des Kalten Krieges gegen ihn und seine Familie ständig zu.
In seinen Lebenserinnerungen schildert Fritz Bringmann seinen politischen Weg bis ins Jahr 2004, darin sein besonderes Engagement für das würdige Gedenken an die Opfer des KZ Neuengamme.

Der Autor beantwortet Fragen zu seinem Buch.
Es lesen: Katharina Matz, Hermann L. Gremliza und Michael Weber.
Es folgt ein Film über die Geschichte Fritz Bringmanns.

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