Veröffentlichungen

»Unser Geld«, Ausstellung von Hans Stützer

Geschrieben am 11. 01. 2015

Ausstellung »Unser Geld« von Hans Stützer


https://www.facebook.com/events/746052682146588/

Bis zum 24. Januar 2015 ist in der GROSSE BÄCKERSTRASSE 4 in Hamburg diese empfehlenswerte Ausstellung noch zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 12 bis 18 Uhr, Samstag 12 bis 15 Uhr.


Mit Jörg Pohl, PHK a. D. Heinz Itschert, Waldemar & Sammlung K. H. Dellwo, Björn Luecker – Schlagzeug, Giorgi Kiknadze – Bass, Gabriel Coburger – Saxophon/Flöte/Klarinette.


Siehe ebenso: http://dorotheaschlueter.com/de

»Auf uns hatten sie nie Zugriff«, Interview mit ANTIFA Leipzig, 29. März 2014

Geschrieben am 29. 03. 2014

https://www.inventati.org/leipzig/?p=1745

Interview von ANTIFA IN LEIPZIG, von Enrico Auerbach

Bei einer Veranstaltung am Rande der Leipziger Buchmesse über den Fall Lothar König hätte beinahe die ehemalige Leiterin des Brandenburger „Verfassungsschutzes“, Winfriede Schreiber, auf dem Podium gesessen. Markus Mohr intervenierte mit einem Offenen Brief und kritisierte darin den Veranstalter, den Hamburger Laika-Verlag.
Darauf Verleger Karl-Heinz Dellwo: War nicht seine Idee, aber ob eine „Verfassungsschützerin“ auf dem Podium sitzt, sei ihm „egal“. Frau Schreiber kam zwar nicht. Die Umstände gaben es aber nicht her, das als politische Entscheidung gegen den „Verfassungsschutz“ zu werten. Deshalb blieben Fragen.


Enrico Auerbach hat sie Karl-Heinz Dellwo (geb. 1952) gestellt. Dellwo gehörte zur RAF, nach der Besetzung der westdeutschen Botschaft in Stockholm (1975) durch das Kommando Holger Meins verbrachte er zwei Jahrzehnte im Gefängnis. Vor fünf Jahren hat er den Laika-Verlag gegründet und bringt Bücher zur Geschichte linker Bewegungen weltweit heraus. Hier erschien kürzlich das Buch über den Prozess gegen Lothar König: Antifaschismus als Feindbild.

»Die Idiotie eines politischen Zirkelschlusses«, taz-NORD, 27.10.2013

Geschrieben am 28. 10. 2013

Karl-Heinz Dellwo über die Linke und Israel
"Die Idiotie eines politischen Zirkelschlusses"

Karl-Heinz Dellwo war früher Terrorist. Heute verlegt er die „Bibliothek des Widerstands“. Ein Gespräch über das RAF-Bündnis mit den Palästinensern und das schwierige Verhältnis vieler Linker zu Israel

Das Interview führte: LENA KAISER, taz Nord
link: http://www.taz.de/!126263/

taz: Herr Dellwo, in welchem Zustand fanden Sie die Linke vor, als Sie 1995 aus der Haft entlassen wurden?

Karl-Heinz Dellwo: Aus meiner Sicht war alles in einem eher trostlosen, klein dimensionierten Zustand. Wir haben vorher immer auf einer Weltebene gedacht, sozusagen „den großen Kampf“ – und dann traf ich auf eher kleine Gruppen. Ich hatte hier und da mal reingeschaut, Gruppen, manchmal fünf oder sechs Leute, und bin schnell auf große Erwartungen gestoßen. Manchmal hatte ich das Gefühl, die tragen dir jetzt die Führung ihrer Kleingruppe an.

Ich wollte aber nicht da ansetzen, wo ich 1973 oder 1974 war. Die gesellschaftliche Situation war eine ganz andere. Die Aufbruchstimmung war weg. Für mich hat es überhaupt nicht gepasst. Ich konnte und kann meine Erfahrungen nicht ignorieren. Wir alle hatten ein Problem: Auch unsere eigene Sache war gescheitert und beendet.

Buchmarkt, Gesellschaft und Politik, Gastkolumne im Neuen Deutschland am 5.10.2013

Geschrieben am 17. 10. 2013

Neues Deutschland, 05.10.2013 / Meinung / Kolumne / Seite 1
Buchmarkt, Gesellschaft und Politik
Gastkolumne
Von Karl-Heinz Dellwo

In Frankfurt am Main findet in der kommenden Woche erneut die größte Buchmesse Europas statt. Sie ist nur wenig mehr als eine Marktveranstaltung um die Produktion und den Verkauf von Büchern. Während die jährlich im März stattfindende Buchmesse in Leipzig - eine Publikumsmesse, mit etwa 2000 von der Messe organisierten Veranstaltungen - den minimalen Anspruch hochhält, die Inhalte von Büchern zugänglich und diskutierbar zu machen, dem Leser also auch eine politische Bedeutung zugemessen wird, verzichtet die Messeleitung in Frankfurt am Main von vorne herein auf alles Inhaltliche oder das Organisieren von freien Foren, auf denen diskutiert werden könnte. Sie interessiert nur die Ware Buch und wie sie an den Konsumenten zu bringen ist. Von dieser Messeleitung gibt es nichts ohne Cash.

Burghart Klaussner: »Wunschloses Unglück« von Peter Handke, 5. November 2013

Geschrieben am 17. 10. 2013

Vers- & Kaderschmiede: BURGHART KLAUSSNER : "Wunschloses Unglück" von Peter HandkePolittbüro Hamburg, Dienstag 5. November 2013, 20 Uhr.

"Es ist inzwischen fast sieben Wochen her, seit meine Mutter tot ist, und ich möchte mich an die Arbeit machen, bevor das Bedürfnis, über sie zu schreiben, das bei der Beerdigung so stark war, sich in die stumpfsinnige Sprachlosigkeit zurückverwandelt, mit der ich auf die Nachricht von dem Selbstmord reagierte." Was Peter Handke sich hier vornimmt – wir schreiben das Jahr 1972 – führt zu einer beeindruckenden Erzählung eines Frauenlebens: Verständnisvoll und einfühlsam, analytisch und distanziert, die gesellschaftlich erzwungenen Ausweglosigkeiten und Ausbruchsversuche dagegen beschreibend. Frei von Phrasen und Klischees. Einige Auszüge: - "Als Frau in diese Umstände geboren zu werden, ist von vornherein schon tödlich gewesen. Die Wahrsagerinnen auf den Kirchtagen lasen nur den Burschen ernsthaft die Zukunft aus den Händen, bei den Frauen war die Zukunft ohnehin nichts als ein Witz." - "Das Stadtleben: kurze Kleider, Schuhe mit hohen Absätzen, Wasserwellen und Ohrklipse, die unbekümmerte Lebenslust. Sogar ein Aufenthalt im Ausland!, als Stubenmädchen im Schwarzwald." - "Wie gern wäre sie richtig leichtsinnig gewesen! … Immerhin, und das war in dieser Umgebung schon viel, gewöhnte sie sich das Rauchen an und rauchte sogar in der Öffentlichkeit." - "Sie versuchte, unordentlich zu werden, aber dazu hatten sich die täglichen Handgriffe schon zu sehr verselbständigt."

Börsenblatt 44-2011

Geschrieben am 10. 11. 2011

Interview von: Holger Heimann, Quelle: Börsenblatt Nr. 44/2011

Wer sich mit Ihnen zu einem Gespräch verabredet über den Laika Verlag und die dort erscheinende Die Bibliothek des Widerstand, kann gar nicht anders, als Sie nach der eignen Vergangenheit zu fragen.

Es gibt den schönen Satz von Slavoj Žižek: »Jeder ist an das Kreuz seiner Vergangenheit genagelt.« Aber um es gleich zu sagen: Ich bitte mittlerweile vor jedem Gespräch, mir nicht immer wieder die gleiche dumme Frage zu stellen, ob der Verlag die Fortsetzung der RAF mit anderen Mitteln ist.

Nicht jeder wird seine Vergangenheit als ein Kreuz empfinden.

Ich verstehe den Satz so, dass man von seiner Vergangenheit nicht wegkommt. Ich hielte es auch für falsch, das zu versuchen. Aber ich leide nicht unter meiner Vergangenheit.

"Wer mitmacht, ist verloren"

Will aus dem Kapitalismus heraus: Karl-Heinz Dellwo. Foto: dpa
Will aus dem Kapitalismus heraus: Karl-Heinz Dellwo. Foto: dpa

Karl-Heinz Dellwo war früher Terrorist, heute leitet er den Laika-Verlag, in dem die "Bibliothek des Widerstands" erscheint. Ein Montagsinterview über linke Geschichtsschreibung, die Fatalität des Profits und die Notwendigkeit der Selbstkritik.

taz: Herr Dellwo, Sie geben die "Bibliothek des Widerstands" heraus, ist das ein Kampf mit Büchern?

Karl-Heinz Dellwo: Wir, mein Kollege Willi Baer und ich, wollen mit unserem Verlag eine Geschichtsschreibung von links befördern. Denn wir wollen unsere Geschichte nicht dem bürgerlichen Lager mit seinen Prämissen und Wertsetzungen überlassen. Wir wollen Teil der Mobilisierung gegen den Kapitalismus sein.

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Der Kommende Aufstand - Diskussion zu einem Pamphlet, Ort: Golem, Hamburg, 25. Mai 2011

Geschrieben am 8. 06. 2011

Diskussion zu einem Pamphlet. Ort: Golem, Große Elbstraße 14, Hamburg, 25. Mai 2011
Diskussion mit: Hanna Mittelstaedt, Thomas Ebermann; Karl-Heinz Dellwo und Andreas Blechschmidt. Moderation: Ole Frahm

Die gesamte Diskussion ist herunterzuladen bei: http://www.freie-radios.net/41399

 

Eingangsbeitrag Karl-Heinz Dellwo:

Der kommende Aufstand. Im Feuilleton hoch gelobt. Das könnte einen misstrauisch machen. Aber: Ein schöner Traum. Warum auch nicht! Es ist möglich, dass er kommt.

Von der Rationalität des Rechts in die Irrationalität der Sicherheit

Geschrieben am 19. 07. 2010

Von der Rationalität des Rechts in die Irrationalität der Sicherheit
- Reflexionen über Widerstandsformen in Sicherheitsgesellschaften.
von: Michael Voß, Peter-Alexis Albrecht, Ulrich Renz, Hans Misselwitz und Karl-Heinz Dellwo

Dokumentation einer Podiumsdiskussion anlässlich der Leipziger Buchmesse im Historischen Plenarsaal des Bundesverwaltungsgerichts am 18. März 2010.
Moderation Michael Voß
KritV 2/2010, NOMOS Verlag, ISSN 0179-2830-12666

WeltNetz TV - Interview zur BIBLIOTHEK DES WIDERSTANDS

Geschrieben am 18. 07. 2010

Interview zur BIBLIOTHEK DES WIDERSTANDS auf WELTNETZ.TV

https://www.youtube.com/watch?v=4djWfaeExvM

Plattform für alternativen Videojournalismus

Weltnetz.tv schließt eine Lücke in der alternativen deutschen Medienlandschaft. Seit dem Start Mitte Juni 2010 bietet dieses Portal eine Plattform für linken und unabhängigen Videojournalismus. Weltnetz.tv wird damit ein Knotenpunkt verschiedener Projekte, die im Meer aus Information bislang untergegangen sind. Das Portal versteht sich keinesfalls als Konkurrenz zu diesen Angeboten, sondern will ihre Verbreitung unterstützen und durch eigene Beiträge ergänzen

Angela Davis Veranstaltung Berlin

Geschrieben am 25. 06. 2010

Einführung zur Filmvorführung "Angela Davis - Portrait of a revolutionary" von Yolande du Luart, 1972. Der Film existierte nur noch in zwei schwer beschädigten 16-mm Kopien und wurde vom LAIKA-Verlag für die BIBLIOTHEK DES WIDERSTANDS restauriert und digitalisiert. Bei der Vorführung am 20.6.2010 war Angela Davis zugegen, die danach zur Diskussion zur Verfügung stand. Veranstaltet von LAIKA-Verlag und der Tageszeitung junge Welt. Weitere Informationen: http://www.laika-verlag.de/

Aus der Geschichte der Kämpfe für die Gegenwart lernen

Geschrieben am 27. 05. 2010

Beiträge u.a. von: Bernd Hüttner/Christoph Nitz, Ulrike Maercks-Franzen, Gregor Gysi, Karl Weidemann, ViVien Baldauf/Janina Gutermann/Erik Peter/Sonja Peteranderl/Maximilian Staude/Felix Werdemann, Thomas Leif, Reiner Strutz, Gesine Lötzsch, Günter Bartsch, Heiko Hilker, Thomas Lohmeier, Holger Schmidt, Richard Heigl, Carlo Ponti, Jörg Becker, Frauke Distelrath, Thomas Hoyer, Marcel Bois/Stefan Bornost, Sebastian Serafin/Andreas Weiland

Aus der Geschichte der Kämpfe für die Gegenwart lernen

Geschrieben am 27. 05. 2010

Beiträge u.a. von: Bernd Hüttner/Christoph Nitz, Ulrike Maercks-Franzen, Gregor Gysi, Karl Weidemann, ViVien Baldauf/Janina Gutermann/Erik Peter/Sonja Peteranderl/Maximilian Staude/Felix Werdemann, Thomas Leif, Reiner Strutz, Gesine Lötzsch, Günter Bartsch, Heiko Hilker, Thomas Lohmeier, Holger Schmidt, Richard Heigl, Carlo Ponti, Jörg Becker, Frauke Distelrath, Thomas Hoyer, Marcel Bois/Stefan Bornost, Sebastian Serafin/Andreas Weiland